News für Oktober
Hallo liebe Tierfreunde,
nach langer Zeit möchte ich mich mal wieder melden.
Viel ist passiert und leider auch eine sehr traurige Sache. Mein Kumpel und Vater Bobi ist zum Regenbogen gegangen. Fast 12 Jahre waren wir ein tolles Team. Bobi ist
nach kurzer Krankheit ohne Schmerzen und im Beisein von Frauchen und
Herrchen, Katze Stummelschwanz und mir gestorben. Wir vermissen ihn sehr.
Ich gebe mir alle Mühe, Frauchen und Herrchen zu trösten. Aber beim
Spielen merkt Herrchen, dass ich auch noch nicht vergessen habe, dass das
erste Stöckchen für Bobi geworfen wurde und so laufe ich immer noch nach
dem zweiten Stöckchen.
Kurz danach wurde Frauchen von einem alten Mann angerufen, der ein ganz
schlimmes Schicksal hat und der um Hilfe bat. Vor einem Jahr starb seine
Frau und sein Sohn. Er selbst hatte einen schlimmen Unfall und ihm musste
ein Bein amputiert werden. Leider hat er keinen mehr hier auf der Insel,
der ihm helfen könnte. Seinen Hund, 10 Jahre alt, kann er nicht mehr
richtig versorgen. Frauchen hat sich entschlossen, den Hund zu uns zu
holen, damit ich auch einen neuen Spielgefährten habe.
Als die alte Hundedame gebracht wurde, haben wir uns alle sehr
erschrocken. Ein Rassehund, kanadischer Spitz, aber in welchem Zustand war
sie. Stark übergewichtig, total verfilztes Fell, blind und fast taub. Der
Vorbesitzer hat das arme Tier falsch ernährt und diese Behinderungen
verursacht. Das ist falsche Liebe. Pflegen konnte er seinen Hund nicht
mehr. Er hat Kukla, so haben wir sie genannt,(ist ein wenig ironisch, denn
Kukla bedeutet Puppe auf griechisch) mit Hilfe eines Bekannten zu uns
gebracht. Er hat sehr geweint beim Abschied. Durch seine Behinderung
konnte er die Treppen zu uns nicht hochkommen und so hat er sich von Kukla
vor der Tür verabschiedet. Er wird wohl bald in ein Heim nach Rhodos
gehen. Frauchen telefoniert ab und zu mit ihm, um von Kukla zu berichten.
Natürlich mussten wir sie zur Tierärztin bringen. Als erstes musste das
übel riechende, verfilzte Fell geschoren werden. Die vielen entzündeten
Stellen an ihrem Körper wurden und werden behandelt. Manches wurde besser,
aber ihr Übergewicht bekommen wir nicht wirklich runter. Lautes Rufen oder
mein Gebell nimmt sie wahr, aber auf Zähne zeigen oder leises Knurren,
wenn sie einem meiner Schätze zu nahe kommt, reagiert sie nicht. Erst wenn
ich sie laut anbelle, dann ändert sie die Richtung.
Mein Herrchen will sich nun mal selbst zu Wort melden. Also ich bin das
Herrchen von Rex. Ich liebe Kukla sehr und finde es bewundernswert wie sie
mit ihren Behinderungen zurecht kommt. Treppen kann sie nicht steigen,
weil sie nichts sieht, dadurch bewegt sie sich auch sehr wenig. Unsere
Katzen toleriert sie und kommt gut mit ihnen aus. Nur ab und zu kommt so
ein unverhoffter Hieb mit der Tatze und sie erschrickt dann immer sehr,
die Arme. Sie ist sehr sauber und geht immer hinter unser Haus um ihre
Geschäfte zu machen. Es gibt da eine Stufe, die sie sehr elegant meistert.
Wenn sie schon mal die Richtung verliert und irgendwo anstösst, so findet
sie doch wieder den richtigen Weg. Wenn sie mich riecht, dann freut sie
sich und kommt um gestreichelt zu werden. Wenn sie hungrig ist, dann
verkündet sie es mit lautem Gebell. Und wenn sie das Essen erst mal
gerochen hat, dann kann sie richtig schnell werden. Ich achte darauf, dass
Rex und Kukla getrennt fressen, damit es keinen Ärger gibt. Rex kann mit
Kukla leider nicht spielen, aber er legt sich neben sie und hat so auch
Gesellschaft. Wenn man Kukla's Freude sieht, dann ist das die Bestätigung,
das Richtige getan zu haben.
Nun kann Rex wieder weitermachen. Da ich als guter Wachhund meine Augen
und Ohren überall habe, bekomme ich so einiges mit. Wenn Birgit, unsere 2.
Vorsitzende, zu uns kommt, meine Freude darüber gebe ich immer lautstark
bekannt, geht es zumeist um Fellnasen die in Not sind. Es gab und es gibt
leider immer viel zu tun. Sie setzt sich bis zur Erschöpfung für die
Notfälle ein. Wo und wie finde ich ein neues Zuhause, wo sind Flugpaten,
Bilder machen, E-Mails schreiben, telefonieren bis zum abwinken, Fahrten
nach Kos von da zum Flughafen organisieren, wer fährt mit den Hunden nach
Kos, wer zum Tierarzt für Impfung und Chip, Kontakt nach Deutschland,
Streunerkatzen füttern, Pflegestellen hier bei uns besorgen bis die Hunde
weg können, ihre eigenen Hunde versorgen, mit ihnen spazieren gehen und im
Geschäft immer freundlich sein und Geld erbitten, damit das auch alles
bezahlt werden kann. Leider muss diese viele Arbeit von einigen wenigen
bewältigt werden, da es nicht viele Freiwillige gibt. Aber gerade durch
diesen unermüdlichen Einsatz ist vielen armen Fellnasen geholfen worden.
Und wenn Birgit kommt, hat sie immer noch Zeit mich zu begrüßen und zu
streicheln - das finde ich einfach Klasse.
Wer helfen will und kann, findet auf unserer Homepage viele Ideen und
Anregungen, wie man uns unterstützen kann.
Mit einem ganz lieben Wuff euer
Rex
Februar
2009 |
März 2009 |
Oktober
2009 |